Pressemitteilung Safe Abortion Day: Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen (AWF) fordert die Entkriminalisierung und den sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbruchsmöglichkeiten

Der Safe Abortion Day ist ein internationaler Aktionstag, an dem wir für das Recht auf Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen kämpfen. Er findet jedes Jahr am 28.09. statt. Auch die Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen (AWF) setzt sich für die Entkriminalisierung und den sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbruchsmöglichkeiten ein. Auch wenn sich viel getan hat, kämpfen Frauen weltweit noch immer um das Recht am eigenen Körper.

„In diesem Jahr wurde der Paragraf 219a, der Ärzt*innen verboten hat, öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren, abgeschafft. Das ermöglicht Ärzt*innen, straffrei darüber zu informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Es ist ein erster richtiger Schritt, um einen sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen zu gewährleisten und hilft den betroffenen Frauen und Ärzt*innen. Jetzt müssen weitere Schritte folgen. In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch noch immer im Strafgesetzbuch (§218) geregelt und die Versorgungslage ist gerade im ländlicheren Raum schlecht. Wenn wir nach Würzburg schauen, dann gibt es nur einen Arzt, der Schwangerschaftsabbrüche anbietet. Es gibt also auch in Deutschland noch viel zu tun,“ so Freya Altenhöner (Vorsitzende AWF).

„Blicken wir in andere Länder, geht es Frauen noch schlechter, wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Wieder müssen Frauen weltweit um ihr Recht am eigenen Körper kämpfen. In den USA oder in Polen sehen wir, wie Frauen und Ärzt*innen kriminalisiert werden und es immer schwieriger wird, einen Schwangerschaftsabbruch sicher und legal vornehmen zu lassen. Die betroffenen Frauen befinden sich in einer unzumutbaren Situation, ohne Wahlmöglichkeiten, was häufig schlimme Konsequenzen hat. Ihnen und ihren Mitkämpfer*innen gilt unsere Solidarität,“ ergänzt Stephanie Böhm (Vorstandsmitglied AWF)

Die Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen fordert deshalb, und nicht nur heute am Safe Abortion Day:

Möglichkeiten eines Schwangerschaftsabbruchs müssen flächendeckend gegeben sein! Als Standardeingriff muss der Schwangerschaftsabbruch daher auch grundlegender Bestandteil von Lehre und Forschung sein.

Schwangere müssen das Recht auf und den Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch haben. 

Wir fordern, dass Schwangere endlich selbstbestimmt über ihre Körper entscheiden können. Schluss mit Kriminalisierung, weg mit dem Paragrafen §218.