Besuch bei MRIJA e.V.

Der Vorstand der AWF traf sich am 12.04.23 mit der Vorsitzenden des Vereins MRIJA, Anastasia Schmidt.

Der Verein besteht zu 80% aus Frauen, die innerhalb kürzester Zeit nach Beginn des Krieges, Unterstützung für die vom Krieg Betroffenene Ukrainer*innen organisiert haben. Sowohl in Würzburg, als auch in der Ukraine selbst.

Seitdem hat der Verein ein reges Vereinsleben aufgebaut. Wir stehen zusammen in unseren Glauben an Freiheit, Demokratie und Gleichstellung und werden weiter Kontakt zu dem Verein MRIJA halten, um unsere gemeinsame Anliegen voran zu bringen.

Bauhaus Frauen - Eine Hommage an Lis Beyer

Ein kurzer Nachbericht von unserer Hommage an Handweberei-Künstlerin Lis Beyer und ihr Wirken in Würzburg.

In Würzburg wirkte von 1929 bis 1938 die Bauhaus-Absolventin Lis Beyer und leitete die Handweberei-Klasse der Handwerkerschule des Polytechnischen Zentralvereins. Doch leider geriet die Künstlerin – wie viele andere Frauen – in Vergessenheit. Es gibt nur wenige Informationen über diese interessante Frau und leider auch keine Werkstücke in Würzburger Archiven.

Doch seit dem 5. Februar 2023 hat sich daran etwas geändert: Von unserer geplanten Veranstaltung, Lis Beyer einen Platz im erinnerungskulturellen Gedächtnis unserer Stadtgesellschaft zu schaffen, erfuhren Tochter und Enkelin der Künstlerin. Beide kamen zu uns in den Kulturspeicher mit zwei wunderbaren Werkstücken und berichteten von einigen weitergegebenen Erinnerungen. „Meine Mutter hätte sich über diese Veranstaltung sehr gefreut und wir sind glücklich, hier sein zu können.“ Auf eine wunderbare literarisch-musikalische Reise durch die bis heute faszinierenden Ideen des Bauhauses, entführte uns das Künstler*in-Duo Silke Gonska und Frieder W. Bergner mit ihrer Revue: „Lasst die Frauen sprechen! Wie Frauen die Idee des Bauhauses in die Welt trugen“. Die Texte von acht der 462 Bauhaus-Frauen, musikalisch hervorragend umgesetzt und begleitet, wirken auch heute sehr inspirierend.

Wir bleiben dran, Würzburger Frauen und deren Wirken für Gesellschaft, Politik und Kunst nicht zu vergessen!

Stephanie Böhm

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Museum im Kulturspeicher, der Gleichstellungsstelle für Frauen und Männer der Stadt Würzburg sowie der Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen und Frauenorganisationen (AWF).


Pressemitteilung Safe Abortion Day

Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen (AWF) fordert die Entkriminalisierung und den sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbruchsmöglichkeiten

Der Safe Abortion Day ist ein internationaler Aktionstag, an dem wir für das Recht auf Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen kämpfen. Er findet jedes Jahr am 28.09. statt. Auch die Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen (AWF) setzt sich für die Entkriminalisierung und den sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbruchsmöglichkeiten ein. Auch wenn sich viel getan hat, kämpfen Frauen weltweit noch immer um das Recht am eigenen Körper.

„In diesem Jahr wurde der Paragraf 219a, der Ärzt*innen verboten hat, öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren, abgeschafft. Das ermöglicht Ärzt*innen, straffrei darüber zu informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Es ist ein erster richtiger Schritt, um einen sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen zu gewährleisten und hilft den betroffenen Frauen und Ärzt*innen. Jetzt müssen weitere Schritte folgen. In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch noch immer im Strafgesetzbuch (§218) geregelt und die Versorgungslage ist gerade im ländlicheren Raum schlecht. Wenn wir nach Würzburg schauen, dann gibt es nur einen Arzt, der Schwangerschaftsabbrüche anbietet. Es gibt also auch in Deutschland noch viel zu tun,“ so Freya Altenhöner (Vorsitzende AWF).

„Blicken wir in andere Länder, geht es Frauen noch schlechter, wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Wieder müssen Frauen weltweit um ihr Recht am eigenen Körper kämpfen. In den USA oder in Polen sehen wir, wie Frauen und Ärzt*innen kriminalisiert werden und es immer schwieriger wird, einen Schwangerschaftsabbruch sicher und legal vornehmen zu lassen. Die betroffenen Frauen befinden sich in einer unzumutbaren Situation, ohne Wahlmöglichkeiten, was häufig schlimme Konsequenzen hat. Ihnen und ihren Mitkämpfer*innen gilt unsere Solidarität,“ ergänzt Stephanie Böhm (Vorstandsmitglied AWF)

Die Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen fordert deshalb, und nicht nur heute am Safe Abortion Day:

Möglichkeiten eines Schwangerschaftsabbruchs müssen flächendeckend gegeben sein! Als Standardeingriff muss der Schwangerschaftsabbruch daher auch grundlegender Bestandteil von Lehre und Forschung sein.

Schwangere müssen das Recht auf und den Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch haben. 

Wir fordern, dass Schwangere endlich selbstbestimmt über ihre Körper entscheiden können. Schluss mit Kriminalisierung, weg mit dem Paragrafen §218.